Za serbske ludowe zastupnistwo
Für eine sorbische/wendische Volksvertretung

Sorbisches Gemeinwesen

Bereits fast 1000 sorbische/wendische Persönlichkeiten unterstützen mit ihrer Unterschrift die Gründung eines demokratisch legitimierten SERBSKI SEJM, darunter führende Vertreter des öffentlichen Lebens, Künstler, Wissenschaftler, Bauern, Geistliche, Handwerker und Unternehmer, insbesondere jedoch viele Schüler, Auszubildende und Studenten. Sie wünschen sich eine wirkungsvolle Interessenvertretung auf gesamtstaatlicher Ebene und ein blühendes, zeitgemäßes sorbisches Gemeinwesen, auf das man stolz sein kann.

Erfahrungsgemäß benötigen kulturelle Selbstfindungsprozesse der Völker oft Generationen, wie am Beispiel der Samen, der indigenen Nationen Amerikas, aber auch der Deutschen beobachtet werden kann, die mittlerweile selbstverständlich Ihre Parlamente besitzen. Die Dynamik der auf uns einwirkenden kulturellen, wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen sowie die Fülle der zur langfristigen Sicherung unserer Existenz als Volk mit eigenständiger Kultur anstehenden Aufgaben erlauben es uns jedoch nicht, eine weitere Generation zu warten.

Zum Glück geben uns die verfassungsrechtlichen Freiheitsrechte – die 1989/90 auch von Sorben/Wenden erkämpft wurden – heute jede Möglichkeit, uns selbst den Anforderungen unserer Zeit entsprechend wirkungsvoll zu organisieren. Es ist daher allein unsere Aufgabe, diese historische Chance jetzt zu nutzen. Darum:

Schaffung eines erfolgreichen sorbischen Gemeinwesens mit beispielhafter Ausstrahlung für andere Kulturnationen ohne eigenen Staat

Der Nutzen

Selbstbestimmung: Erlangung einer kulturpolitischen Handlungsfähigkeit als Nation

Selbstwert: Überwindung tradierter Minderheitengefühle

Außenwahrnehmung: Emanzipation als gleichberechtigtes Staatsvolk

Nachhaltigkeit: Langfristige Sicherung der Attraktivität unserer Sprache und Kultur

Arbeitsplätze: Einsatz unserer kulturellen Identität zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft

Lebensfreude: sinnstiftende Mitwirkungsmöglichkeit für Angehörige aller Generationen bei der Verwirklichung der „sorbischen Renaissance“